Archiv | Januar, 2016

Schon wieder etwas Altes gefunden!

26 Jan

Beim Portfolio zusammen stellen bin ich über einige alte Sachen aus meinen ersten Semestern Studium gestoßen, die ich hier noch überhaupt nicht gezeigt hatte, meine ich zumindest. Ich habe mich damals recht intensiv mit dem Thema Tiefdruck auseinander gesetzt. Besonderes hatten es mir die Kaltnadel-Radierungen angetan. Ätzradierungen habe ich auch ein paar gemacht, allerdings war mir der Vorgang bis man dann endlich drucken konnte zu langwierig, also, ich war einfach zu ungeduldig! 🙂
Wem das jetzt alles überhaupt nichts sagt:
„Das Tiefdruckverfahren ist eine Drucktechnik, bei der die abzubildenden Elemente als Vertiefungen in der Druckform vorliegen. Die gesamte Druckform wird vor dem Druck eingefärbt und die überschüssige Farbe danach mit einer Rakel oder einem Wischer entfernt, so dass sich die Druckfarbe nur noch in den Vertiefungen befindet. Ein hoher Anpressdruck und die Adhäsions­kräfte zwischen Papier und Farbe bewirken die Farbübertragung. Das Verfahren wird sowohl im gewerblichen Tiefdruck als auch im künstlerischen Bereich eingesetzt.“
Das sagt zumindest Wikipedia darüber.
(Hier der Link, wenn jemand es ganz genau wissen möchte
https://de.wikipedia.org/wiki/Tiefdruckverfahren#K.C3.BCnstlerischer_Tiefdruck )

Den sogenannten Künstlerischen Tiefdruck kann man durch mehrere Varianten erreichen; die erste von mir beschriebene war die Kaltnadel-Radierung. Hierbei wird in eine Druckplatte, welche meistens aus Metall besteht, mit einer Nadel oder eben einem spitzen Gegenstand die Zeichnung in die Platte geritzt. Danach kann man direkt die Platte einfärben und drucken, führt also recht schnell zu einem Ergebnis.

Bei der Ätzradierung ist es etwas komplizierter. Hierbei hat man als Grundlage auch eine Metallplatte, es ist meistens Kupfer oder Zink, welche man zunächst mit säurebeständigem Lack beschichtet (am besten komplett). Das muss dann trocknen, wenn es dann getrocknet ist, kann man anfangen den Lack mit einer Nadel oder etwas anderem abzukratzen, man zeichnet also mit der Nadel in den Lack. Das ermöglicht einem sehr fein zu arbeiten. Außerdem ist es möglich mit der Aquatinta-Technik zu arbeiten, welche man sehr gut benutzen kann um im Druck gleichmäßige Grauflächen zu erzeugen. Wenn man das also alles gemacht hat, heißt es ab ins Säurebad damit, ja richtig, Säurebad. Denn die Säure greift dann die nicht vom Lack bedeckten Stellen auf eurer Metallplatte an und schafft somit die Vertiefungen, welche ihr im Tiefdruckverfahren braucht um euer Bild drucken zu können. Hierbei muss man ganz genau auf die Zeit achten, und darf auf keinen Fall die Platte im Säurebad vergessen. Wenn man hier bei der Zeit etwas falsch macht ist die ganze Arbeit die man in die in den Lack geritzte Zeichnung gesteckt hat, futsch. Lässt man es zu lange drin, fängt die Säure an sich durch den Lack zu fressen und greift auch die Stellen an welche ihr eigentlich frei haben wolltet. Holt man es jedoch zu früh heraus, hat sich die Säure nicht genug in die Platte gefressen und man kann eure gezeichneten Linien nicht richtig erkennen, also auch alle Arbeit futsch. Dauert alles sehr, sehr lange plus man hat am Ende, wenn man Pech hat, eine große Enttäuschung! Also für mich lieber die Kaltnadel-Technik 🙂

Nun denn, ich habe bei meiner Auseinandersetzung mit dieser Technik bemerkt, dass man Kaltnadel-Radierungen auch sehr gut auf Acrylglas-Platten machen kann. Es braucht weniger Kraft um die Zeichnung rein zu ritzen, als bei einer Metallplatte, das heißt, weniger Belastung für die Sehnen (das ist guuuut!) und noch schnelleres Ergebnis! Haha, ihr merkt ich bin manchmal etwas ungeduldig!
So das war jetzt wesentlich mehr Text als ihr von mir gewohnt seid, dafür gibt’s jetzt aber auch ein paar Bilder:

Angefangen mit drei Bildern aus meiner „Red Dot“ Serie
sonneundmond_web
Ätzradierung auf Zinkplatte
schuheweiss_weiss
Kaltnadelradierung auf Acrylglasplatte
jugendstilkleid_web
Kaltnadelradierung auf Acrylglasplatte

Und weiter geht’s mit zwei Bildern aus meiner „Different Types Of Female Super Heros“ Serie
futuregirl_deviart
weapongirl_deviart
Beides Kaltnadelradierung auf Acrylglasplatten

Die Formate waren immer ungefähr DinA5.

Demnächst werde ich auch mal wieder ein paar neuere Sachen zum Kinderbuchthema einscannen und hochladen, versprochen 😉

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Vergessenes und Neues

12 Jan

Gerade habe ich bemerkt (als ich die Bilder meiner Kamera durchgegangen bin), dass ich zu dem Schmetterlingsbild ja Entstehungsbilder gemacht hatte. Die will ich euch natürlich nicht vorenthalten, also hier sind sie:

schmetterlingentstehung01
schmetterlingentstehung02
Das fertige Bild gab’s einen Post davor 🙂

Außerdem hab ich ein wenig mit Insekten weiter herumprobiert! Wieder das gleiche Papier wie bei dem Schmetterlingsbild, diesmal habe ich allerdings versucht den selben Käfer in verschiedenen Zeichen-Techniken umzusetzen. Von links nach rechts: Bleistift, Fineliner, Buntstift. Die Größe ist etwas kleiner als DinA4.

käfer_fotografiert

Die Feiertage sind vorbei

4 Jan

Ich hoffe ihr hattet schöne und erholsame Feiertage und seid gut ins neue Jahr reingerutscht!
frohesfestgutenrutschbild
Da die Feiertage ja nun vorbei sind, geht es bei mir auch wieder weiter mit Zeichnen(!), leider auch mit Referaten und Hausarbeiten, aber zu einem Studium gehört das eben auch dazu.

Ich habe in der letzten Zeit Lust Insekten zu zeichnen. Vielleicht mache ich eine Insekten-Bilder-Serie daraus 🙂

butterfly_web
Diese Zeichnung ist mit Fineliner und Buntstift auf braunem Zeichenpapier in A4 entstanden.

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